Was bedeutet der Begriff der Komorbidität im Zusammenhang mit der Migräne?
U. Kaspar
Als Komorbidität bezeichnet man eines oder mehrere diagnostisch abgrenzbare Krankheitsbilder, die zusätzlich zu einer Grunderkrankung vorliegen können. Bei der Migräne findet sich einerseits eine gehäufte psychiatrische Komorbidität, andererseits eine Häufung internistisch-neurologischer Beglei-terkrankungen. Das Erkennen solcher Komorbiditäten ist besonders im Hinblick auf die einzuschla-gende Migränetherapie von Bedeutung.
Häufig ist Migräne mit depressiven Störungen vergesellschaftet. Dabei kann es sich sowohl um unipo-lare wie bipolare Depressionen handeln. Die gleichzeitige therapeutische Wirksamkeit von trizykli-schen Antidepressiva bei Depressionen und einfacher Migräne ist gesichert. Im Fall einer bipolaren Depression wird man heute auch eine Migräneprophylaxe mit einem entsprechenden Stimmungssta-bilisator aus der Gruppe der Antiepileptica wie Valproat oder Topiramat in Erwägung ziehen. Bei den unipolaren Depressionen in Kombination mit Migräne wird das Antiepilepticum Lamictal empfohlen.
Von den internistisch-neurologischen Komorbiditäten ist besonders die arterielle Hypertonie erwäh-nenswert. Bei kombiniertem Auftreten mit Migräne wird man sich wohl in erster Linie zu einer Basis-behandlung mit einem Beta-Blocker oder einem Kalziumantagonisten entschliessen. Relativ neu ist die Erkenntnis, dass sich das Präparat Topiramat günstig auf die Fettleibigkeit auswirken kann, bei entsprechender Kombination von Adipositas und Migräne wird man somit diesem Präparat den Vor-zug geben. Nicht so selten ist die Kombination von Migräne und Epilepsie, was den Einsatz eines auf die Migräne wirkenden Antiepileptikums wie Valproat, Gabapentin oder Lamotrigin rechtfertigt.
Zur Optimierung einer wirksamen Migräne-Basisbehandlung sollte somit immer auf die Möglichkeit einer bestehenden Komorbidität geachtet werden.
U. Kaspar
Als Komorbidität bezeichnet man eines oder mehrere diagnostisch abgrenzbare Krankheitsbilder, die zusätzlich zu einer Grunderkrankung vorliegen können. Bei der Migräne findet sich einerseits eine gehäufte psychiatrische Komorbidität, andererseits eine Häufung internistisch-neurologischer Beglei-terkrankungen. Das Erkennen solcher Komorbiditäten ist besonders im Hinblick auf die einzuschla-gende Migränetherapie von Bedeutung.
Häufig ist Migräne mit depressiven Störungen vergesellschaftet. Dabei kann es sich sowohl um unipo-lare wie bipolare Depressionen handeln. Die gleichzeitige therapeutische Wirksamkeit von trizykli-schen Antidepressiva bei Depressionen und einfacher Migräne ist gesichert. Im Fall einer bipolaren Depression wird man heute auch eine Migräneprophylaxe mit einem entsprechenden Stimmungssta-bilisator aus der Gruppe der Antiepileptica wie Valproat oder Topiramat in Erwägung ziehen. Bei den unipolaren Depressionen in Kombination mit Migräne wird das Antiepilepticum Lamictal empfohlen.
Von den internistisch-neurologischen Komorbiditäten ist besonders die arterielle Hypertonie erwäh-nenswert. Bei kombiniertem Auftreten mit Migräne wird man sich wohl in erster Linie zu einer Basis-behandlung mit einem Beta-Blocker oder einem Kalziumantagonisten entschliessen. Relativ neu ist die Erkenntnis, dass sich das Präparat Topiramat günstig auf die Fettleibigkeit auswirken kann, bei entsprechender Kombination von Adipositas und Migräne wird man somit diesem Präparat den Vor-zug geben. Nicht so selten ist die Kombination von Migräne und Epilepsie, was den Einsatz eines auf die Migräne wirkenden Antiepileptikums wie Valproat, Gabapentin oder Lamotrigin rechtfertigt.
Zur Optimierung einer wirksamen Migräne-Basisbehandlung sollte somit immer auf die Möglichkeit einer bestehenden Komorbidität geachtet werden.