Schmerzmittelkopfschmerz - eine schwierige aber lohnende Therapie
U. W. Buettner
Schmerzmittelkopfschmerz kommt unter verschiedenen Etiketten daher, auch kann man davon ausgehen, dass das klinische Erscheinungsbild uneinheitlich ist. Den verschiedenen Formen gemeinsam ist eine schleichende Entwicklung eines Kopfschmerzsyndroms unter vermeintlicher medikamentöser Behandlung. Dabei verändert sich in der Regel das ursprüngliche Kopfschmerzbild. Als Beispiel dient eine Migräne ohne Aura die unter regelmässiger Einnahme verschiedenster Medikamente (siehe Info bei Katzarava und Diener, Neurology, Jahr 2003, Ausgabe 60, Seiten 1682 - 1683) eine Transformation erfährt. Die Migräne wandelt sich schliesslich unter Therapie und nimmt das Bild eines täglichen Kopfschmerzes an, der durch die Medikation nur gering beeinflusst werden kann. Dieser Kopfschmerz betrifft den ganzen Kopf und ist meist von drückend-reissendem Charakter ohne wesentliche vegetative Begleiterscheinungen.
Die Therapie besteht in dem vollständigen Entzug aller Analgetika (Schmerzmittel) und Sedativa (Beruhigungsmittel) inklusive Begleitmedikation von Coffein und Codein. Der Entzug sollte in einer spezialisierten neurologischen Abteilung erfolgen. Dieser dauert meist zwischen 5 und 12 Tagen und wird von schweren Kopfschmerzattacken begleitet, die allenfalls durch Antiemetika (Mittel gegen Übelkeit und Brechreiz) und gegebenenfalls Cortison und Neuroleptika (Medikamente zur Behandlung von Psychosen) gelindert werden können.
Die frühzeitige Planung einer psychosomatisch orientierten und aktivierenden Therapie nach dem Entzug ist dringlich zu empfehlen. Ohne eine Nachbehandlung ist der Erfolg des Schmerzmittelentzugs gering. Dank adäquater Nachbehandlung kann man mit einem dauerhaften Erfolg in etwa 50% der PatientInnen rechnen. Es lohnt sich in jedem Fall sich einer derartigen Behandlung zu unterziehen, auch wenn das Grundleiden hierdurch nicht beeinflusst wird: Die Migräne wird hierdurch nicht geheilt, bestenfalls der Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz (MÜKS).
U. W. Buettner
Schmerzmittelkopfschmerz kommt unter verschiedenen Etiketten daher, auch kann man davon ausgehen, dass das klinische Erscheinungsbild uneinheitlich ist. Den verschiedenen Formen gemeinsam ist eine schleichende Entwicklung eines Kopfschmerzsyndroms unter vermeintlicher medikamentöser Behandlung. Dabei verändert sich in der Regel das ursprüngliche Kopfschmerzbild. Als Beispiel dient eine Migräne ohne Aura die unter regelmässiger Einnahme verschiedenster Medikamente (siehe Info bei Katzarava und Diener, Neurology, Jahr 2003, Ausgabe 60, Seiten 1682 - 1683) eine Transformation erfährt. Die Migräne wandelt sich schliesslich unter Therapie und nimmt das Bild eines täglichen Kopfschmerzes an, der durch die Medikation nur gering beeinflusst werden kann. Dieser Kopfschmerz betrifft den ganzen Kopf und ist meist von drückend-reissendem Charakter ohne wesentliche vegetative Begleiterscheinungen.
Die Therapie besteht in dem vollständigen Entzug aller Analgetika (Schmerzmittel) und Sedativa (Beruhigungsmittel) inklusive Begleitmedikation von Coffein und Codein. Der Entzug sollte in einer spezialisierten neurologischen Abteilung erfolgen. Dieser dauert meist zwischen 5 und 12 Tagen und wird von schweren Kopfschmerzattacken begleitet, die allenfalls durch Antiemetika (Mittel gegen Übelkeit und Brechreiz) und gegebenenfalls Cortison und Neuroleptika (Medikamente zur Behandlung von Psychosen) gelindert werden können.
Die frühzeitige Planung einer psychosomatisch orientierten und aktivierenden Therapie nach dem Entzug ist dringlich zu empfehlen. Ohne eine Nachbehandlung ist der Erfolg des Schmerzmittelentzugs gering. Dank adäquater Nachbehandlung kann man mit einem dauerhaften Erfolg in etwa 50% der PatientInnen rechnen. Es lohnt sich in jedem Fall sich einer derartigen Behandlung zu unterziehen, auch wenn das Grundleiden hierdurch nicht beeinflusst wird: Die Migräne wird hierdurch nicht geheilt, bestenfalls der Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz (MÜKS).