Kopfschmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen
T. Iff
Die individuelle Therapie hängt auch bei Kindern von der Ursache der Kopfschmerzen ab. Die Mehrzahl der Kinder haben entweder eine Migräne, Spannungskopfschmerzen oder Mischformen dieser zwei. Die richtige Diagnose und Erläuterung dieser Kopfschmerzarten entlasten bereits viele Eltern, nachdem eine gefährliche Ursache wie z.B. ein Hirntumor durch den Arzt ausgeschlossen werden konnte.
Migräne
Im Vorschulalter dauern Migräneattacken meist weniger als ½ - 1 Stunde und bedürfen dann keiner Therapie ausser der meist eingenommenen Schonhaltung durch sich Hinlegen und Reizabschirmung (Licht, Lärm). Bei länger dauernden Attacken kommen folgende Schmerzmittel zur Anwendung:
Bei Jugendlichen über 12 Jahren mit ungenügendem Ansprechen auf diese Medikamente ist in der Schweiz nur Sumatriptan 10 oder 20 mg Nasenspray als einziges Triptanpräparat zugelassen.
Bei deutlicher Beeinträchtigung der Lebensqualität durch häufige Migräneattacken (i. d. R. ≥ 3 - 4 Schul- oder Freizeitausfälle im Monat) oder ungenügende Wirkung der erwähnten Attackentherapie sollte eine Prophylaxe diskutiert werden: dabei kommen neben Magnesium und Vitamin B2 insbesondere Betablocker, Calciumantagonisten und Antiepileptika zur Anwendung.
Spannungskopfschmerzen
Bei vielen Kindern sollten in erster Linie die zur „Spannung“ führenden Ursachen (am häufigsten belastende Schul- oder Familiensituationen) zur Verbesserung der Kopfschmerzen verändert werden, was aber schwierig sein kann. Aus diesem Grund kommt spannungsvermindernden Massnahmen eine wichtige Bedeutung zu: häufig kann ein regelmässiger Lebensrhythmus mit ausreichend Schlaf und regelmässiger körperlicher Aktivität im Freien im Schulalter bereits helfen. Die bei der Migräneattacke verwendeten Schmerzmittel sollten hier zurückhaltend und nur bei mittelstarker bis starker Schmerzintensität eingesetzt werden. Entspannungsmethoden wie z. B. autogenes Training, Relaxationstherapie nach Jacobson, Biofeedback, Verhaltenstherapien sowie komplementärmedizinische Massnahmen können einen positiven Effekt auf die Kopfschmerzen haben, wobei für die meisten dieser Methoden der evidenzbasierte Wirkungsnachweis im Kindesalter fehlt.
Chronisch-tägliche Kopfschmerzen
Diese ursächlich ungenau definierten und v. a. bei Jugendlichen vorkommenden Kopfschmerzen sind therapeutisch häufig schwierig anzugehen und bedürfen erfahrungsgemäss einer Betreuung durch einen Kopfschmerzspezialisten.
T. Iff
Die individuelle Therapie hängt auch bei Kindern von der Ursache der Kopfschmerzen ab. Die Mehrzahl der Kinder haben entweder eine Migräne, Spannungskopfschmerzen oder Mischformen dieser zwei. Die richtige Diagnose und Erläuterung dieser Kopfschmerzarten entlasten bereits viele Eltern, nachdem eine gefährliche Ursache wie z.B. ein Hirntumor durch den Arzt ausgeschlossen werden konnte.
Migräne
Im Vorschulalter dauern Migräneattacken meist weniger als ½ - 1 Stunde und bedürfen dann keiner Therapie ausser der meist eingenommenen Schonhaltung durch sich Hinlegen und Reizabschirmung (Licht, Lärm). Bei länger dauernden Attacken kommen folgende Schmerzmittel zur Anwendung:
- Paracetamol: Einzeldosis 15 (-20) mg/kg Körpergewicht
- Ibuprofen: Einzeldosis 5 - 10 mg/kg Körpergewicht
Bei Jugendlichen über 12 Jahren mit ungenügendem Ansprechen auf diese Medikamente ist in der Schweiz nur Sumatriptan 10 oder 20 mg Nasenspray als einziges Triptanpräparat zugelassen.
Bei deutlicher Beeinträchtigung der Lebensqualität durch häufige Migräneattacken (i. d. R. ≥ 3 - 4 Schul- oder Freizeitausfälle im Monat) oder ungenügende Wirkung der erwähnten Attackentherapie sollte eine Prophylaxe diskutiert werden: dabei kommen neben Magnesium und Vitamin B2 insbesondere Betablocker, Calciumantagonisten und Antiepileptika zur Anwendung.
Spannungskopfschmerzen
Bei vielen Kindern sollten in erster Linie die zur „Spannung“ führenden Ursachen (am häufigsten belastende Schul- oder Familiensituationen) zur Verbesserung der Kopfschmerzen verändert werden, was aber schwierig sein kann. Aus diesem Grund kommt spannungsvermindernden Massnahmen eine wichtige Bedeutung zu: häufig kann ein regelmässiger Lebensrhythmus mit ausreichend Schlaf und regelmässiger körperlicher Aktivität im Freien im Schulalter bereits helfen. Die bei der Migräneattacke verwendeten Schmerzmittel sollten hier zurückhaltend und nur bei mittelstarker bis starker Schmerzintensität eingesetzt werden. Entspannungsmethoden wie z. B. autogenes Training, Relaxationstherapie nach Jacobson, Biofeedback, Verhaltenstherapien sowie komplementärmedizinische Massnahmen können einen positiven Effekt auf die Kopfschmerzen haben, wobei für die meisten dieser Methoden der evidenzbasierte Wirkungsnachweis im Kindesalter fehlt.
Chronisch-tägliche Kopfschmerzen
Diese ursächlich ungenau definierten und v. a. bei Jugendlichen vorkommenden Kopfschmerzen sind therapeutisch häufig schwierig anzugehen und bedürfen erfahrungsgemäss einer Betreuung durch einen Kopfschmerzspezialisten.