Dieses Jahr wurden drei Unternehmen mit dem migraine friendly workspace Label ausgezeichnet
Am 31. Oktober 2025 wurden in Lausanne die ersten drei Unternehmen mit dem e³ Label – migraine friendly workspace ausgezeichnet.
Wir gratulieren den ausgezeichneten Firmen Neurostatus-UHB AG, AbbVie AG und Mepha und Teva Pharma AG herzlich und danken ihnen für ihr Engagement, ihren Mitarbeitenden ein Arbeitsumfeld zu bieten, das bestmögliche Voraussetzungen für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit schafft.
Die Auszeichnung wurde von Prof. Dr. med. Susanne Wegener überreicht. Sie ist Mitinitiantin und treibende Kraft hinter dem Projekt zusammen mit Prof. Dr. med. Andreas Kleinschmidt, Prof. Dr. med. Andreas Gantenbein und Prof. Dr. med. Christoph Schankin.
Interessieren Sie sich für das e3-Label und möchten Ihren Mitarbeitenden und ein migränefreundliches Arbeitsumfeld bieten?
Kontaktieren Sie uns.


PD Dr. med Marcus D’Souza | Neurostatus-UHB AG

Jennifer Heldner und Dr. Michael Becker | AbbVie AG

Dr. Stefan Biendl und Dr. Gabriele Ackermann | Mepha und Teva Pharma AG
Das Projekt migraine friendly workspace wurde vor zwei Jahren von der Schweizerischen Kopfwehgesellschaft (SKG) im Rahmen des Swiss Brain Health Plan der SFCNS (Swiss Federation of Clinical Neuro-Societies) ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist es, die Awareness für Migräne am Arbeitsplatz zu stärken und betroffenen Mitarbeitenden den Umgang mit ihrer Erkrankung zu erleichtern.
Rund 20 Prozent der arbeitenden Bevölkerung leiden an Migräne. Die wirtschaftlichen Folgen entstehen vor allem durch Arbeitsabsenzen und sogenannten Präsentismus, also verminderte Leistungsfähigkeit trotz Anwesenheit. Migräne kann zwar nicht geheilt werden, lässt sich aber durch gezielte Massnahmen gut managen. Beispielsweise können regelmässige Sportaktivitäten, angepasste Lichtverhältnisse oder Schulungen zur Sensibilisierung helfen, Migräneanfällen vorzubeugen und den Arbeitsalltag zu erleichtern.
Das e³ Label wird an Unternehmen verliehen, die ihren Arbeitsplatz nach den drei Grundsätzen empowerment, environment und engagement gestalten:
- empowerment: Durch Aufklärung, das Angebot von Notfallmedikamenten und Präventionsmassnahmen.
- environment: Ein Arbeitsumfeld, das Betroffene unterstützt – etwa durch Rückzugsräume, Trigger-Management und ein verständnisvolles Arbeitsklima.
- engagement: Unternehmen setzen sich sichtbar für ein unterstützendes Betriebsklima ein und wirken der Stigmatisierung entgegen.
Hier geht es zur e³-Checkliste.
Machen Sie Ihren migraine friendly workspace mit dem e³ Label sichtbar.
Ermutigen Sie Talente, Ihrem Unternehmen beizutreten, indem Sie optimale Arbeitsbedingungen aufzeigen – und zeigen Sie, dass Sie ein fortschrittlicher Arbeitgeber sind.
Warum sich das Konzept für Betroffene und für Unternehmen lohnt
Interview mit Prof. Dr. med. Susanne Wegener Gründungsmitglied des migraine friendly workspace
Frau Prof. Wegener, warum ist es für Unternehmen relevant, einen migraine friendly workspace zu bieten?
Etwa 15% der Bevölkerung ist von Migräne betroffen, während etwa 30% bis 40% unter Kopfschmerzen leidet. Dies weist auf eine hohe Prävalenz hin.
Es gibt wissenschaftlich fundierte Daten aus grossen Unternehmen, die zeigen, dass die Einführung solcher Initiativen – allein durch die Steigerung des Verständnisses für diese Erkrankung – die Produktivität des Unternehmens um bis zu 30% erhöhen konnten.
Das bedeutet, dass Unternehmen mit einem solchen Projekt, wie dem migraine friendly workspace, nicht nur ihre Modernität und ihr Engagement für das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden zeigen, sondern auch tatsächlich ihre Produktivität steigern können. Es lohnt sich also.
Komplettes Interview mit Prof. Dr. med. Susanne Wegener lesen.