Episodische und chronische Form von Cluster-Kopfschmerzen
Philipp Balcerak
Der Name Cluster-Kopfschmerz ist auf die episodische Form zurückzuführen. Dabei kommt es über einen längeren Zeitraum zu einem Cluster (englisch für «Gruppe», «Bündel»), d.h. gebündelten Kopfschmerzattacken. Diese dauern mindestes 1 Woche bis zu maximal einem Jahr. Danach folgt eine mindestens dreimonatige schmerzfreie Phase.
Bei manchen Betroffenen geht die Erkrankung in eine chronische Form über. Dabei fehlen diese längeren schmerzfreien Phasen. Gelegentlich besteht von Beginn an eine chronische Form.
Es gibt ausserdem Beobachtungen, dass Cluster-Kopfschmerzen gemeinsam mit Migräne auftreten können oder Übergangsformen zwischen beiden Erkrankungen bestehen.
Cluster-Kopfschmerzen: Begleitsymptome
Cluster-Kopfschmerzen gehören zu den trigeminoautonomen Kopfschmerzen.
Das bedeutet, dass neben den starken Schmerzen auch körperliche Begleiterscheinungen auftreten, die automatisch ablaufen, wie z. B. rote und tränende Augen oder eine laufende oder verstopfte Nase, ein hängendes Augenlid (Ptose) und/oder eine Lidschwellung, die die Augenspalte verengt.
| Migräne | Spannungskopfschmerz | Clusterkopfschmerz |
|---|---|---|
| Pulsierend, pochend | Dumpf, drückend | Stechen, bohrend |
| Meist einseitig | Beidseitig | Einseitig/ retroorbital |
| 4-72 h | 30 Min. bis 7 Tage | 15 Min. bis 3 h |
| Mittelschwere bis schwere Intensität | Leichte bis moderate Intensität | Starke bis sehr starke Intensität |
| Vegetative/ autonome Begleitsymptome, wie Übelkeit/ Erbrechen, Photo-/ Phonophobie | Keine spezifischen Begleitsymptome | Autonome Begleitsymptome, wie Lakrimation, Rhinorrhoe |
| Verstärkung durch körperliche Aktivität | Nicht verstärkt durch körperliche Aktivität | Unruhe/ Agitiertheit |